Damit Sie hitzebeständiges Glas für Ihren Kamin oder Ofen in der richtigen Größe bestellen können, folgen Sie bitte sorgfältig diesen Anweisungen.
- Wenn das Originalglas noch messbar ist
Wenn das ursprüngliche Glas noch größtenteils intakt ist – auch wenn es gerissen ist – und seine Form nicht verzogen wurde:
• Messen Sie Breite und Höhe in Millimetern.
• Verwenden Sie ein stabiles Maßband (kein flexibles Schneidermaßband).
• Messen Sie so genau wie möglich, auf den nächsten Millimeter.
Auch wenn das Glas Risse hat, kann es – solange es seine ursprüngliche Form beibehält – für die Maßaufnahme verwendet werden.
Wichtig:
Wenn das Originalglas messbar ist, gilt dieses Maß als endgültig.
Es darf kein Spielraum abgezogen werden, da das werkseitig eingebaute Glas bereits die notwendigen Toleranzen berücksichtigt.
- Wenn das Glas zerbrochen oder nicht mehr vorhanden ist
Wenn das ursprüngliche Glas vollständig zerbrochen oder verloren ist:
• Messen Sie den Einsetzbereich im Türrahmen, in dem das Glas sitzt.
• Dieser Bereich ist meist rechteckig. Messen Sie daher:
o Höhe
o Breite
Verwenden Sie ein präzises Maßband und messen Sie auf den Millimeter genau.
Wichtig:
Berücksichtigen Sie den Dehnungsspielraum.
Beim Ermitteln der endgültigen Maße ziehen Sie 2–3 mm auf jeder Seite (oben, unten, links, rechts) ab, um die Wärmeausdehnung der Metallteile zu berücksichtigen.
• Bei kleineren Gläsern: insgesamt 4 mm in Höhe und Breite abziehen
• Bei größeren Gläsern: insgesamt 6 mm in Höhe und Breite abziehen
Hinweis:
Das Glas selbst dehnt sich bei Hitze nicht aus, aber der Metallrahmen schon.
Dieser Spielraum verhindert Spannungen, die zu Glasbruch führen können.
Nicht verwenden:
• Schneidermaßbänder
• Schätzungen oder auf Zentimeter gerundete Maße
Eine der häufigsten Ursachen für Glasbruch:
Nicht genügend Abstand zwischen dem Glas und dem Rahmen lassen – vermeiden Sie enge Passungen und direkten Kontakt mit Metallteilen wie Schrauben oder Griffen.
(Beispiel: Messung des Abstands zwischen Kaminglas und Rahmen)
Häufige Ursachen für Glasbruch:
- Zu festes Anziehen der Schrauben, ungenügender Abstand zum Rahmen oder direkter Kontakt mit Schrauben oder Griffen
- Kontakt zwischen Glas und brennendem Holz
- Unachtsames Hantieren mit Werkzeugen in der Nähe des Glases während Wartung oder Reinigung
- Abgenutzte Dichtungen oder Dichtbänder, die keine ausreichende Polsterung oder Abstand mehr bieten
Tipp von Kaminglasnachmass.de:
Achten Sie immer auf genügend Spielraum zwischen dem Glas und dem Ofenrahmen. Nur so kann sich das Glas bei Hitzeausdehnung frei bewegen und bleibt langfristig unbeschädigt.
